Dembelo wird 1 Jahr alt!

Fast wäre es uns entgangen, so vertieft waren wir ins laufende Geschäft: Dembelo wird dieser Tage 1 Jahr alt!

Ein Grund zum Feiern, denn angesichts der Widrigkeiten des Alltags, der momentan noch wenig mit Dembelo zu tun hat, sind wir ganz schön stolz darauf, dass wir noch dabei sind und uns nicht unterkriegen lassen. Im Gegenteil, wir sind so motiviert wie eh und je. Auch wenn wir manchmal den Eindruck haben, die Beantwortung einer Frage bringt nur 10 neue Fragen auf. Das ist zwar anstrengend, muss aber irgendwie der richtige Weg sein, denn so langsam nehmen sowohl unsere Arbeitsprozesse als auch die technische Seite in einer Weise Gestalt an, dass man etwas erkennen kann. Und was man da sieht, stimmt uns hoffnungsvoll.

Dembelo wird 1 Jahr alt! weiterlesen

[Wochenrückblick] 13.07.-19.07.2016

Urlaubszeit und Sommerloch haben inzwischen auch die Dembelozentrale erreicht.

Nachdem in der vergangenen Woche Dahlia mit Abwesenheit glänzte, war diese Woche Indigo im Urlaub. Tina und Dahlia trafen sich im Unperfekthaus mit dem Ziel, produktiv zu sein – aber wie das so oft mit Zielen ist … Der Tag wurde dann eher von inspirierenden Unterhaltungen geprägt, als von produktiver Arbeit.

Aber immerhin hat Gattland jetzt die ersten Währungen und Wirtschaftssysteme. Auch die Ausstellung im Unperfekthaus ist fertig konzeptioniert und wir in der nächsten Woche in Angriff genommen.

[Wochenrückblick] 6.7.-12.7.2016

Der Dembelodienstag hat uns diese Woche ins Grüne verschlagen. Da Dahlia heute nicht zu uns stoßen konnte, sollte dieser Dienstag eigentlich im Zeichen kleinteiliger Arbeit an Texten von Tina und mir stehen. Hat sich dann anders ergeben, da

  1. wir uns entschieden haben, optimistisch zu sein und trotz Unwetterwarnung in den Park zu gehen, wo sich dann herausgestellt hat, dass
  2. Schreibarbeit ohne Tisch und ohne Laptop mit Internet doch ungünstiger ist als gedacht und
  3. wir leider nicht gut darin sind, uns nicht ablenken zu lassen, wenn wir Besuch bekommen (siehe unten).

IMG_20160712_152225

Nachdem wir irgendwann einen nicht zu sonnigen, nicht zu schattigen und nicht zu windigen Platz gefunden hatten, wo weder Fußball gespielt, noch Karaoke gesungen wurde, und als sich die Gänse wieder verabschiedet hatten, haben wir dann aber doch noch ein paar Punkte auf unserer Liste abgehakt und zwar mithilfe des geologischen Profils, das sich als Ausstellungsstück im Miniaturformat in Sichtweite befand.

IMG_20160712_155625_hdr

Dank der heutigen Exkursion sind wir jetzt um einiges schlauer, was Stollen und Erzadern betrifft, was sicher nicht schaden kann, denn wie wir feststellen durften, hat man einen enorm gesteigerten Informationsbedarf zu den abseitigsten Detailfragen, wenn man ein Setting um ein Familienessen herum bastelt (was die Schreibaufgabe für diese Woche war), so z.B., wieviele Ochsen man braucht, um 10 Tonnen Holz quer durchs Land zu transportieren, wie die Hölle aussieht, ob an Steilküsten Braunkohle entsteht und was man wahrscheinlich über den Kreislauf weiß, wenn man schon mal einer Schweineschlachtung beigewohnt hat.

Und die Randnotiz der Woche: Gattland bekommt eine U-Bahn! (Wer sich vage erinnert, dass wir was mit Mittelalter machen, und sich jetzt wundert, wie das zusammengeht, muss sich noch etwas gedulden, nämlich bis Gattland offiziell an den Start geht. Aber schon soviel: Es geht alles mit rechten Dingen zu. 😉 )

Bis Dienstag in alter Frische!

Wochenrückblick [15.6.–5.7.2016]

Die vergangenen Wochen waren mal wieder arbeitsintensiv und – tadaaaa –  produktiv.

Wie es fast schon zu erwarten war, hat Dahlia sich in Anekdoten durch Gattland geschrieben, wobei diesmal das Schicksal einer Familie im Vordergrund stand. Fünf Geschwister, die nach einem Schicksalsschlag ihre ganz eigenen Wege gehen und an deren Seite Dahlia verschiedene Facetten der Kultur und Gesellschaft Gattlands kennenzulernen begann.

Tina hat unterdessen den Input von der electric book fair vorletztes Wochenende verarbeitet und unser Erzählmodell auf große Narrationen der aktuellen Unterhaltungsliteratur angewendet. Daraus wurde dann am Dembelodienstag mit Dahlia ein Vorgabenkonzept für unser Lesen-Cluster, das in der Beta angeboten werden soll.

Indigo ist seit Mitte letzter Woche irgendwo in den Weiten der Technik verschollen, denn nach unserem Umzug auf einen neuen Server letzte Woche hat sie sich dem Ziel verschrieben, das Wiki aufzumöbeln und die Arbeitsabläufe, die wir in den vergangen Wochen erarbeitet haben, durch passende Umbauten an unserer Arbeitsplattform umzusetzen.

Namenswechsel

Ist es euch aufgefallen, dass wir den Namen gewechselt haben?

Von „Digitalliteratur neu gedacht“ zu „Literatur digital gedacht“.

Inzwischen kommen wir bei immer mehr Dingen zu etwas, das man die richte Form nennen könnte. Unsere Prozesse werden stabiler, wir entwickeln gute Gewohnheiten, verstehen uns besser und können das, was wir tun auch immer besser in Worte fassen.

Neue Formen der Literatur

Bei On_Culture gibt es ein interessantes Interview zum Thema „Neue narrative Formen im digitalen Zeitalter“ (EN). Anna Weigel, Doktorandin aus dem Bereich Englische und Amerikanische Literaturwissenschaft, unterhält sich mit Ute Nöth, der Gründerin des Hamburger eBookCamps.

Hauptsächlich geht es in dem Artikel um die Zukunft von Printbüchern und E-Books, besonders spannend für uns ist aber natürlich die zum Schluss gestellte Frage, wie und was wir in Zukunft lesen werden.

Unser Fazit für unser Projekt:

Ja, die Digitalisierung verändert die Literatur.

Aber: Literatur ⧧Buch

→ Das Buch bleibt linear und behält seine gedruckte Form.

→ Das Lesen an sich ist vielfältig. Wir lesen lineare Printbücher, aber auch nicht-lineare digitale Literatur, die nicht versucht, sich ins Korsett virtueller Buchdeckel zu pressen, sondern sich die Natur des Internets zunutzte macht.

[Wochenrückblick] 6.6.–14.6.2016

Als das Tier die Tür zu Raum 106 des Unperfekthauses öffnete, schwappte ihm  erst mal eine Flutwelle entgegen. Weit davon entfernt, sich von solchen Nichtigkeiten aufhalten zu lassen, schnappte es sich einen Rettungsring vom Haken im Flur und stürzte sich in sein neues Badeparadies. Schon der erste Blick in die Runde bestätigte die Vermutung, dass Dahlia und die Eule fleißig gewesen waren:

[Wochenrückblick] 6.6.–14.6.2016 weiterlesen

[Wochenrückblick] 30.5.–5.6.2016

Dahlia hat sich in der vergangenen Woche wieder mit Anekdoten in Gattland ausgetobt, wobei sie fröhlich durch Zeit und Raum gesprungen ist. Sie war bei der Rebellion in der Gegenwart und in den Wirren des Kriegs der Neun Reiche zu Gange, dessen Beginn gut 650 Jahre zurückliegt.

Indigo hat sich in die Weiten der Wiki-Möglichkeiten vertieft und wird jetzt in ihren Träumen von farbigen Benachrichtigungen und Extensions für Tabellen und Kalender verfolgt. Sie hofft, wieder ruhig zu schlafen, wenn die Einrichtung des Wikis erledigt ist. Bis dahin: Gute Nacht.

Tina wurde von chronischen Krankheiten dahingerafft und schaffte es gerade mal zu überleben. Dafür hat Michael den Import der Twine-Dateien verfeinert und die zweite Prämisse für das Narrationskonzept umgesetzt. Diese Prämisse lautet, dass die Geschichten streng hierarchisch verzweigen müssen und innerhalb eines Baums, jeder Knoten nur einen Elternknoten haben darf. Dafür können die Bäume untereinander aber komplex verbunden  sein.

Diese Prämisse, die aus der Frage, ob ein Konten von mehreren Knoten aus verlinkt sein darf, klingt zwar banal, aber sie hat entscheidende Auswirkungen auf die Datenbankstruktur, die Arbeitsmethode und auch die Lizenzierung gegenüber Dritten.

So können Details große Wellen schlagen und kleine Entscheidungen große Auswirkungen haben, ähnlich verhält es sich wohl mit der Entscheidung, dass ab sofort der Wochenrückblick immer Dienstags erscheint 😉

[Wochenrückblick] 23.5.–29.5.2016

Der verspätete Wochenrückblick ist kein Symptom dafür, dass wir etwa nichts getan hätten, sondern eher für zu viel Arbeit.

Gerade dachten wir, die Umsetzung unserer Idee in Form von Technik könnte losgehen, da fiel uns auf, was vorher eigentlich doch noch zu tun und zu ändern ist, damit das Ergebnis so funktionieren kann, wie es soll. Während also Tina und Michael die Woche genutzt haben, das Technikkonzept zu überarbeiten und nachzujustieren, ging es an unseren übrigen Baustellen trotzdem auf breiter Front mit Volldampf weiter. Sozusagen mehrgleisig.

Dahlia hat sich weiterhin mit der Ausgestaltung der Geschichte Gattlands durch Anekdoten befasst. Dabei ist sie mittlerweise beim Krieg der ehemals 10, jetzt noch 9 Reiche angekommen.

Indigo war mit der Konzeptionierung des Arbeitsprozesses für das Wiki beschäftigt und wartet jetzt mit ihrem Stapel Skizzen und Notizen nur noch darauf, dass das Wiki umziehen kann, damit es mit der Implementierung weitergehen kann. Vermutlich, sobald die Konzeptjustierung abgeschlossen ist, beide Daumen gedrückt …

[Wochenrückblick] 16.05-22.05.2016

Diese Woche stand im Zeichen der Konzeption. Am Dembelodienstag kam das gesamte aktive Team zusammen, inklusive des Chefentwicklers, und es wurde die Betainstallation besprochen und das Release für die Version 1.3.0 festgezogen.

Dabei nahmen einige noch schwammige Konzepte Gestalt an, darunter die inhaltlichen Projekte, die wir für die Beta aufarbeiten möchten. Es sollen drei sein: eines, das das Vorfinanzierungsmodell demonstriert, eines, das eine neue, spontane und willkürliche Art des Lesens demonstrieren soll, und wenn alles klappt auch ein kleiner Reiseführer durch Bochum, der die Nutzung von Geodaten in Dembelo demonstrieren soll.

Wir haben uns auch mit dem Thema Zahlungssysteme beschäftigt und uns dafür www.patreon.com und www.laterpay.net angesehen, die in Kombination wohl unsere ersten Zahlungssysteme werden.

Außerdem haben wir viele Workflows definiert, die nun beschrieben und in handfeste Realisierungsanweisungen übertragen werden müssen.

Zusammengefasst haben wir uns in dieser Woche also Arbeit für ein halbes Jahr aufgebürdet.

Aber auch bei den Inhalten herrschte kein Stillstand. Dahlia hat sich wieder in einigen Anekdoten durch Gattland geschrieben, wobei (fast) alles im Zeichen von Intrigen und Attentaten in den Reihen der Königserben stand – aber auch ein kleines bisschen ganz harmloses Versteckspiel war dabei ;-).